Projekte 45 1
Projekte_45_1
Projekte_45_2
Projekte_45_3
Testpdflib (C)
Allplan 2006 – RWB Eiskellerstr
Projekte 45 1 Projekte 45 2 Projekte 45 3 Testpdflib (C) Allplan 2006 – RWB Eiskellerstr

1. Preis: Seniorenzentrum Düsseldorf-Altstadt

Über das Projekt

Architektur
Die Düsseldorfer Altstadt wird durch schmale Straßen mit konsequenter Blockrandbebauung geprägt. Schmale Parzellenbreiten sorgen für eine angenehme Kleinteiligkeit und lassen einen interessanten und lebendigen Straßenraum entstehen. Die neuen Gebäude des Seniorenstiftes St. Anna verstehen sich als Teil dieses „Ensembles Altstadt“. Auf betonte, formale Eigenständigkeit durch markante Baukörperformen wird bewusst verzichtet. Die Blockrandbebauung wird fortgeführt, Rhythmus und Maßstab der Nachbargebäude übernommen. Durch die Inszenierung des reizvollen Gegensatzes „enge Gassen – weiter Platz“ entstehen abwechslungsreiche Raumfolgen mit hoher Erlebnisqualität. Durch eine Neuordnung der Baukörper wird ein attraktiver Stadtplatz im Einklang mit der historischen Fassade der Kunstakademie geschaffen, auf dem sich Jung und Alt begegnen. Er kontrastiert mit seiner Großzügigkeit und Weite angenehm zu den umliegenden Gassen. Als Ersatzbau für das St. Anna Stift soll ein modernes Pflegeheim mit 7 Wohngruppen für ca. 86 Bewohner errichtet werden. Die mittig angeordnete Erschließungszone ermöglicht kurze Wege und eine gute Orientierung. Alle Flure werden durch die beiden Lichthöfe natürlich belichtet, Sitzmöglichkeiten laden zum Plaudern oder Beobachten ein. In jeder Wohngruppe ergeben sich interessante Sichtbeziehungen, z.B. in den Sinnesgarten oder der Ausblick Hilarius-Gilges-Platz. Rücksprünge in den Eingangsbereichen der Bewohnerzimmer bilden Nischen, die vom Gemeinschafts- in den Privatbereich überleiten und individuell gestaltet werden können. Durch bodentiefe Fenster ist auch bettlägerigen Bewohnern der Blick nach Außen möglich. Die Seniorenwohnungen werden getrennt vom Pflegeheim durch drei separate Treppenhäuser erschlossen. Durch die Ausführung als Dreispänner- und Laubengangtypen wird eine optimale Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf die notwendigen Aufzüge erreicht.

Energiekonzept
Die Gebäude lassen sich günstig in jedem gewünschten Energiestandard erstellen, da die Geometrie sehr kompakt ist. Wegen der hohen Kompaktheit sind auch sehr niedrige Energielevel realisierbar, obwohl hohe passivsolare Gewinne durch die verschattende Randbebauung nicht erzielt werden können. Es wird dennoch die Umsetzung im Passivhausstandard vorgesehen. Wegen der außerordentlichen Kompaktheit, aber der relativ hohen inneren Wärmegewinne erwarten wir eine Kompensation der fehlenden solaren Gewinne. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist ohnehin sinnvoll, im Passivhausstandard unverzichtbar. Da innenliegende Bäder vorhanden sind, für die eine Abluftanlage vorgesehen werden muss, ist der Mehraufwand überschaubar. Durch das Passivhauskonzept ist eine Energieeinsparung von 70-80% gegenüber einem konventionellen Baustandard möglich. Die solare Warmwasserbereitung ist mit maximalem Wirkungsgrad möglich. Das Dach kann mit etwa 50-60m² aufgeständerten Kollektoren belegt werden. Der solare Deckungsgrad dürfte damit zwar nur bei etwa 20% – 30% der Warmwassererzeugung liegen, leistet aber dennoch einen Beitrag zum Umweltschutz. Die Versorgung mit Energie für Heizung und Warmwasser erfolgt mit Fernwärme, die im Düsseldorfer Stadtgebiet durch einen hohen Grad an Kraft-Wärme-Kopplung als sehr umweltfreundlich bezeichnet werden kann. Die Verteilung der Lüftungsleitungen erfolgt vertikal in Schächten. Die Lüftungsgeräte werden im Spitzboden untergebracht und versorgen mehrere Wohneinheiten.

Projektdetails

Verfahren
Gutachterverfahren 2008

Auslober
Aachener Grundvermögen, Rheinwohnungsbau GmbH

Platzierung
1. Preis

Gebäudedaten
• Pflegeheim mit 7 Wohngruppen
• Seniorenwohnungen

Standort
Ritterstraße, Eiskellerstraße, Düsseldorf- Altstadt

Energiekonzept
Wortmann und Scheerer, Bochum